Hallo,
mir ist mal aufgefallen, daß in dem Thread gar nicht steht, wie man denn einen ersten Ansatz macht...
Also, ich habe damals genommen:
-1 Ikeabehälter (in Berlin einen 10 Litereimer)
-1 Portion Wasserflöhe ( mind. 50 lebende Tiere)
-abgestandenes Wasser
-Haferflocken, oder Hefe , bzw. Liquizell
-Schnecken
Ganz wichtig sind zwei Dinge: abgestandenes Wasser und Licht..
Sollte man Wasser auffüllen, dann auch wiederum nur abgestandenes. Frisches Wasser kann zum Verlust des gesamten Bestandes führen.
Jedenfalls hatte ich dies mehrfach erlebt.
Am bestens eignet sich Aquariumwasser.
Den Behälter habe ich immer so groß wie möglich gewählt. Transparenz ist in meinen Augen besser geeignet, bildet sich doch schneller ein Algenrasen am Rand, es fällt mehr Licht ein und man kann die Tiere auch besser beobachten.
Leider darf ich kein 200 Literbecken aufstellen...das wäre interessant geworden...
![:]](http://www.verenas-unterwasserwelt.de/Smileys/default/pleased.gif)
Wasserflöhe...je nach Bezugsquelle packt man den gesamten Beutel rein.
Bei großen Mengen bitte immer zuerst die abgestorbenen Tiere vom Boden absaugen, bzw, mittels feinem Kescher nur die lebenden Flöhe in den Zuchtbehälter übergeben.
Es sterben auf jeden Fall noch einige, bzw, die Häutungen sorgen dann für genügen Material, welches sich zersetzt und dann als Nahrungsgrundlage dienen kann.
Zu große Mengen an verwesenden Material kann solch eine Zucht schnell zu kippen bringen. Und das riecht mehr als unangenehm...

Schnecken, am besten Posthorn beseitigen tote Flöhe, oder Hüllen und deren Kot dient dann wieder Mikroorgansimen als Grundlage.
Ich halte sie für absolut wichtig.
Apfelschnecken eignen sich nicht dazu, sie reagieren doch sehr empfindlich auf die doch schlechter werdende Wasserqualität, zudem habe ich sie immer beim aktiven Fang von Wasserflöhen beobachten können.
Bodengrund...ich habe keinen...aber ich denke, er kann nicht schaden...sofern sich dort aufgrund Futtereintragens keine Faulstellen bilden können.
Pflanzen sollten nicht im Behälter sein....lediglich absterbende Reste, die dann als Nahrung der Flöhe bei der Zersetzung dienen.
Selbst Wasserlinsen habe ich schon im Verdacht gehabt die population an Flöhen einzudämmen.
Alte Wurzeln, Tontöpfe oder dergleichen halte ich für nicht verkehrt, bilden sich doch auf solchen Dingen schöen Bakterienrasen, welche die Flöhe wohl mögen...jedenfalls stehen sie dann wie kleine Twister darüber.
Brennesseln....habe ich ganz schlechte Erfahrung gesammelt...wenn man Pech hat kippt das gesamte Wasser, es stinkt bestialisch und es finden sich lediglich noch Stechmückenlarven, die solche Brühen anscheinend lieben.
Hefe...egal ob aufgeschlemmte Trockenhefe oder Frische...immer erst im Wasser auflösen und dann in kleinen Mengen dazu geben..lieber zu wenig , als zuviel.
Ich bringe auch ab und an mal ein paar zarte Haferflocken ein oder füttere mal die Schnecken mit Flockenfutter.
Ich denke, die Abwechslung machts...
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Am besten eignet sich jedoch nach wie vor in meinen Augen eine gute Grundlage an zersetzenden organischem Material, und das Liquizell ( flüssiges Mittel zur Artemiaaufzucht).
Eine Pumpe, oder Luftsprudlerhalte ich für überflüssig. Wichtig ist, das genügend Oberfläche zum Wasservolumen steht und das keine große Verwirbelung stattfindet.
Meine Flöhe stehen auch bei kaltem Wetter draußen. Die Vermehrung ist an sonnenarmen Tagen etwas zurückgeschraubt, habe ich den Eindruck.
Ich fülle nur Wasser auf, sobald ich jedoch sehe, daß die Population weniger wird und sich sogenannte Dauereier bilden mache ich einen Wasserwechsel.
Bisher kam dann die Vermehrung wieder in Schwung.
Wenn Flöhe entnommen werden achte ich darauf, daß mind. noch 40% des üblichen Bestandes zurückbleiben...
Das dürften bei mir immer mind. 300 Tiere unterschiedlichster Größen sein...
So, mehr füllt mir momentan nicht ein...

Liebe Grüße, Verena